Lichtspiele im Yachthafen
 

Nordwesthaus im Hafen Rohner von Baumschlager Eberle Architekten

Sonne und Schatten verwandeln den Glaskubus in ein bewegtes Kaleidoskop der Umgebung. Das Nordwesthaus wird als Bootsgarage und als Clubraum genutzt. Ein Treffpunkt für Segler am Bodensee, der leuchtende Maßstäbe setzt.
In den Birkenkronen raschelt der kalte Herbstwind.Dunkle Wolken und vereinzelte Sonnenstrahlen verdichten sich auf der Wasseroberfläche zu einem kontrastreichen Spiel aus Licht- und Schatten. Die Saison ist vorüber. Der Hafen Rohner am Bodensee bereitet sich auf den Winter vor. Die meisten Yachten, die nahe der Mündung des Neuen Rheins vor Ankerliegen, sind mit Planen abgedeckt. Ein Kran wird sie in den nächsten Wochen zum Überwintern aus dem Wasser heben.

Vom Kieswerk zum stimmigen Hafenensemble
Vor rund zehn Jahren hatte Maria Rohner von ihrem Vater das Kieswerk am Bodensee in Fußach übernommen. Heute sitzt die geschäftstüchtige Vorarlbergerin in ihrem holzgetäfelten Büro und blickt durch das große Fenster über die Liegeplätze und Anlegestellen des Hafens. Die Umwandlung des Geländes im Naturschutzgebiet dauerte mehrere Jahre – das Ufer ist entlang der Landzungen ohne malerische Attitüde mit schlichtem Sichtbeton begradigt; insgesamt sind 180 Liegeplätze für Sportsegler und Motorbootbesitzer geschaffen worden, die während der Saison in den Hafen Rohner kommen, um vom Rheindelta aus auszulaufen. Einen Liegeplatz zur Miete zu ergattern ist nicht einfach, denn der private Yachthafen ist ausgebucht. Nicht nur aufgrund seiner Lage auf der österreichischen Seite im Drei-Länder-Eck, sondern auch seiner Architektur wegen ist der versteckte Hafen ein ganz besonderer Treffpunkt fu?r Bootsbesitzer. Schon im Jahr 2000 setzten Baumschlager Eberle Architekten ein Zeichen auf dem überschaubaren Gelände in Fußach. Ihr nüchternes Bürogebäude – eine weit auskragende Sichtbetonröhre, die wie ein Guckkasten gleichsam über dem Gelände schwebt – ließ Maria Rohner nun um ein markantes Pendant im Wasser ergänzen. Vom Schreibtisch ihres behaglichen Büros aus nimmt sie das neue Nordwesthaus ins Visier: „In Dietmar Eberles Kopf war dieses Gebäude schon lange“, meint sie und geht kurz auf die Schwierigkeiten ein, eine Genehmigung für den Glaskubus zu erhalten. Maria Rohner und die Architekten sind seit vielen Jahren ein eingespieltes Team. „Ich musste nie sagen, dass mir etwas nicht gefällt. Auch bei meinem Privathaus nicht“, sagt die Bauherrin. Sie wird den Neubau im Hafen als Bootsgarage und als Clubraum für Veranstaltungen nutzen....

Text: Sandra Hofmeister

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