Soviel Mies wie möglich

Ikone der Architekturgeschichte

Die zweite Phase der Grundinstandsetzung der Neuen Nationalgalerie in Berlin von Ludwig Mies van der Rohe ist abgeschlossen.

»Soviel Mies wie möglich« ist der Leitsatz für die Grundinstandsetzung der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Das ikonische Gebäude von Mies van der Rohe – Schluss- und Höhepunkt seines Lebenswerks – wird derzeit im Auftrag der Stiftung Preußischer Kulturbesitzt denkmalgerecht saniert und von Grund auf instand gesetzt. Die zweite Phase des Projekts, mit dem David Chipperfield Architects Berlin beauftragt wurden, ist in Kürze abgeschlossen und galt unter anderem der aufwändigen Sanierung der Stahlbetonwände und -decken. Während des laufenden Museumsbetriebs war die Stahlbetonkonstruktion des Gebäudes vollständig hinter Fassade, Wand- und Deckenverkleidungen verborgen.

Zum Mies’schen Ausstellungsrundgang sollen durch die Intervention ein Museumsshop sowie eine Garderobe hinzugefügt werden. An der Ostseite entstehen unterhalb der Terrasse neue Räume für das Gemälde- und Skulpturendepot sowie Technikflächen.

»Die Neue Nationalgalerie stellt einen Prüfstein für mich und viele andere Architekten dar«, so David Chipperfield. »Hinter ihr Äußeres zu blicken, hat sowohl ihre Genialität als auch ihre Möbel offenbart, aber insgesamt meine Bewunderung für Mies’ Vision nur vertieft.«

Die Instandsetzungsarbeit der Architekten und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung gilt auch der Ertüchtigung nach heutigen technischen Anforderungen, etwa in Bezug auf Klimatisierung, Brandschutz und Sicherheit. Eine besondere Herausforderung stellt die Sanierung der Stahl-Glas-Fassade in der oberen Ausstellungshalle dar. Denn die neuen überformatigen Glasscheiben mit einer Größe von 3,43 x 5,60 m können heute weltweit nur in einem Werk in China produziert werden. Von dort werden sie nach Berlin geliefert, wo sie in den nächsten Tagen eintreffen.

Text: Sandra Hofmeister

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