Dialog Holzbau 2026 in Linz
Drauf und dran mit Holz: Aufstocken, anbauen, nachverdichten
Mit einem Anmelderekord von rund 330 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand am Dienstag, den 10. Februar 2026, der diesjährige Dialog Holzbau in der Kepler Hall an der JKU Linz statt. Die Veranstaltung von proHolz OÖ und der Landesinnung Holzbau OÖ widmete sich heuer dem hochaktuellen Thema der Nachverdichtung mit Holz.
Bauen im Bestand
Den inhaltlichen Auftakt machte die Keynote Speech der deutschen Architekturkritikerin und Autorin Sandra Hofmeister mit „Bauen im Bestand“. Sie betonte, dass Bestandsgebäude als Ressource verstanden werden müssen. Allein in Deutschland fallen jährlich rund 75 Millionen Tonnen Bauabfälle an – ein enormes Potenzial, das durch Weiterbauen statt Abreißen besser genutzt werden könnte. Als zentrale Herausforderung beim Bauen im Bestand nannte Hofmeister die komplexen Genehmigungsprozesse. Hier seien Erleichterungen dringend notwendig. Gleichzeitig werde ihrer Ansicht nach mit Abrissgenehmigungen zu leichtfertig umgegangen – diese sollten vielmehr restriktiver gehandhabt werden. Ein CO₂-Budget für Gebäude könne dabei helfen, den Fokus stärker auf Erhalt und Weiterentwicklung statt Neubau zu lenken.

Überschreibungen: Nachverdichtung in Holz
Die zweite Keynote Speech war von Ives Schihin von Oxid Architektur aus Zürich . Für das Projekt „Buck 40“ erhielt Oxid Architektur zuletzt den Best Architects Award 26. Im Vortrag von Yves Schihin wurden verschiedene Umsetzungsbeispiele des Büros zum Thema Nachverdichtung in Holz gezeigt. Oxid Architektur versucht bei ihren Projekten, den Bestand weitestgehend zu erhalten. Herr Schihin ist überzeugt, dass der Baustoff Holz dabei Vorteile ausspielen kann. Der große Mehrwert liegt für ihn im hohen Vorfertigungsgrad und im geringen Gewicht des Materials, kein anderer Baustoff könne das leisten. Wichtig ist es dabei, von Anfang an in Holz zu denken und zu planen.
