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Foto: Iwan Baan

Das erste permanente Gebädue von Pritzker-Preisträger Francis Kéré steht in München und ist am 7. Juli eröffnet worden. 

Sandra Hofmeister, baunetz 10. Juli 2026 

 

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Foto: Astrid Eckert / TUM

Wie ein Fremdkörper sticht die Kinderoase an der Technischen Universität München aus der Blockrandbebauung der Maxvorstadt hervor. Der freistehende Neubau von Kéré Architecture schließt eine Baulücke in der Gabelsbergerstraße, die zuvor als Parkplatz zwischen dem TUM-Hauptgebäude und der Mensa genutzt wurde. Ab dem ersten Obergeschoss umhüllen Lamellen aus Cortenstahl den Baukörper, eine Art Plisseekleid im urbanen Maßstab. Der Kontrast zu den verputzten Nachkriegsbauten der Nachbarschaft könnte kaum größer sein.

 

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Foto: Astrid Eckert / TUM

Holzbau

Mit dem Gebäude für die Kindertagesstätte realisierte Francis Kéré sein erstes dauerhaftes Projekt in Europa – vom temporären Serpentine Pavillon in London abgesehen. Seit 2017 lehrt der Pritzker-Preisträger aus Burkina Faso Architectural Design and Participation an der TUM. Für die Ausführungsplanung und den Holzbau der Kinderoase kamen HK Architekten als Projektpartner hinzu. Der Vorarlberger Hermann Kaufmann ist emeritierter TUM-Professor und prägte dort über viele Jahre die Forschung und Lehre im Holzbau. Hinter der Cortenstahlhülle verbirgt sich ein fünfgeschossiger Holzbau, der mit Ausnahme der Fundamente und des freistehenden Fluchttreppenhauses ohne Zement auskommt.

 

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Foto: Iwan Baan

Wendeltreppe

Das Gebäude ist mit regionalem Holz aus dem Alpenraum errichtet und als vertikaler Spielplatz konzipiert. Rund 700 Quadratmeter für 60 Kinder gruppieren sich um eine zentrale Wendeltreppe, die bis hinauf zur Dachterrasse führt. Ein rundes Dachfenster streut Tageslicht in den zylindrischen Treppenraum aus Holz. Auf den Stahlstufen liegt robustes Eschenholz, die schlanken Stahlstützen übernehmen die Funktion von Zugbändern, sie halten die auskragende Dachkonstruktion ganz oben in Position. Komplett in sonnigem Gelb gehalten, bildet der Treppenraum das leuchtende Zentrum des Hauses und lädt zum Erkunden aller Ebenen ein.

 

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Foto: Iwan Baan

Dachgarten

Im Erdgeschoss befinden sich Empfang und Verwaltung. Die Kinderoase wird vom Studierendenwerk München Oberbayern betrieben und nimmt Kinder von TUM-Beschäftigten auf. Jede Altersgruppe erhält eine eigene Etage mit Räumen, die sich ohne Flur um die Treppe anordnen. In der mittleren und obersten Ebene befinden sich Gemeinschaftsbereiche wie das Kinderbistro und Spiel- sowie Sportzonen. Die Dachterrasse ist rund um den Pavillon-artigen Treppenausgang überdacht. Der Freiraum mit Gemüsebeet und Blick über die Skyline Münchens nennt sich „Himmelsweise“.

„Wir haben die Kinderoase konsequent aus der Perspektive der Kinder entworfen“, sagt Francis Kéré. Dazu gehöre auch, dass die Kleinen laufen, klettern und zwischen den Geschossen rutschen können........

Die volle Textversion ist am 10.7.2026 im Baunetz erschienen. 

 

20260702 KInderoase an der TUM web1743Foto: Astrid Eckert / TUM

 

 

 

 

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