Gemeindezentrum in Dornbirn von Cukrowicz Nachbaur Architekten
Sandra Hofmeister, baunetz, 28. August 2026

Foto: Dominic Kummer
Der Dornbirner Bezirk Haselstauden hat eine neue verkehrsfreie Mitte, die von einem Duett aus Kinderturm und Veranstaltungshaus bestimmt wird. Die markanten Baukörper stammen von Cikrowicz Nachbaur Architekten mit Sitz im nahen Bregenz. Turm und Haus bündeln einen komplexen Mix an öffentlichen Nutzungen für Kinder und Erwachsene.

Foto: Dominic Kummer
Die beiden Neubauten bilden mit der benachbarten Kirche sowie einer Berufs- und Volksschule ein Ensemble, das durch räumliche Tiefe charakterisiert ist.Schon lange ist der dichte Berufsverkehr aus dem Bregenzerwald für die Bewohner*innen von Haselstauden eine Belastungsprobe. Abhilfe schafft nun der neue Dorfplatz, der abseits der lauten Straße als Treffpunkt dient.

Foto: Dominic Kummer
Cukrowicz Nachbaur platzierten die beiden quaderförmigen Baukörper so, dass zwischen Bestand und Neubauten gut proportionierte Außenräume entstehen. Die alten Platanen vor Schule und Kirche wurden ebenso in die neue Quartiersmitte einbezogen wie der öffentliche Freiraum zwischen dem fast weißen Kinderturm und dem nahezu schwarzen Veranstaltungshaus. Diese Fläche wird auch als Pausenhof genutzt.

Foto: Dominic Kummer
Mit seinen dunklen Fassaden aus anthrazitfarbenem Splittbeton schirmt das Veranstaltungshaus den Verkehrslärm der Haselstauderstraße ab. Zum automobilen Durchgangsraum positioniert sich der massive Neubau mit einem horizontalen Band aus Betonlamellen; an seiner Nordseite führt eine Treppe zum Quartiersplatz hinauf. Dort empfängt der Bau mit einem fast durchgängig verglasten und einladenden Erdgeschoss und nimmt den Dialog mit seinem ungleichen Gegenüber auf, dem strahlend weißen Volumen des Kinderturms.
Die ausführliche FAssung dieses Textes ist am 28.8.2026 im Baunetz erschienen.
