Alles außer gewöhnlich: Architekt Peter Haimerl lässt eine Villa aus den 1970er_jahren in einem Hügel verschwinden und wie neu daraus wieder auferstehen.
Sandra Hofmiester
Frankfurter Allgemeine Zeitung 18.10.2026
Hohe Mauern und Hecken säumen die Straße den Hügel hinauf. Dahinter verbergen sich Einfamilienhäuser und Villen vor neugierigen Blicken. Plätzlich öffnet sich in einer Linkskurfe unerwartet eine Wiese. ein noch unbebautes Grundstück? Nein, zwei eng nebeneinanderstehende Betonwände, hellgrau, erst kaum kniehoch, aber schnell und steil aufragend, schneiden einen schmalen Weg in den Hügel und führen direkt in ihn hinein. Am Ende des elf Meter langen Gangs öffnet sich unvermittelt ein kleiner dreieckiger Innenhof und in seiner Mitte eine Tür.
Willkommen im "Verschwinde-Haus". So nnennt Peter Heimerl eines seiner jüngsten Bauwerke. Ein Wohnhaus, das sich von der Straßenseite im Norden nicht zu erkennen gibt, wie ein Keil in den Hügel schiebt und Richtung Süden zum abfallenden Hang wie ein weiter Trichter mit raumhohen Fensterfassaden öffnet.....
Der gesamte Text ist in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 18. Oktober 2026 erschienen.
